Mittwoch, 28. Oktober 2009

Lina in the Sky with Diamonds

Hallo ihr Lieben!

So, jetzt bin ich also wieder daheim aus Las Vegas. Puh - und nur um euch vorzuwarnen, das wird ein langer Blog! Eigentlich hatte ich vor, jeden Abend was zu schreiben, aber da das W-Lan im Hotel 15$ pro Tag gekostet hat oder eben 1$ pro Minute hab ich das dann gelassen und dafür gibts jetzt die komplette Volldröhnung Sin City!

Wir haben also gegen 9 Uhr morgens nach dem Frühstück Flagstaff in Richtung Nevada verlassen. Im Hotel in Flagstaff hab ich übrigens ne Reisegruppe aus Memmingen getroffen, die richtig froh waren, dass ich da war, weil denen ihr Englisch nicht so ganz das Wahre war.
An der Wand im Hotel in Flagstaff war übrigens ein cooles Route-66-Painting. Ihr kriegt jetzt einen kleinen Crashkurs, wie die Route 66 verläuft.



Ja, wir sind dann am Hoover Dam vorbeigefahren, das ist ein Stausee und die Grenze Arizona-Nevada und außerdem wird da die Zeit umgestellt, weil Nevada in der Pazifischen Zeitzone liegt und somit ist es da eine Stunde früher.

Und dann nach 3 Stunden sind wir dann endlich in Vegas angekommen. Die Anfahrt ist sehr beeindruckend. Wüste, Wüste, Wüste und dann diese gigantische Metropole wie eine Fata Morgana aus dem Nichts! Naja, ich werde die vier Tage jetzt mal gliedern! Sonst wirds unübersichtlich!

Tag 1, 25.10.2009

Wir sind also um 12 angekommen, ins Hotel (New York, New York übrigens) kann man aber erst ab 3 einchecken. Also sind wir zu Chipotle zum Essen und ich hatte nen super Burrito. Danach sind wir noch ein bissl den Vegas Strip rauf und runter gefahren und ich hab erste Fotos gemacht.



Das ist das Hotel Mirage, wohl eines der Bekanntesten. Aber dazu später mehr.

Nachdem wir dann die Zeit rumgebracht haben, sind wir ins Hotel eingecheckt, haben mehr oder weniger ausgepackt und dann wurde ich mit der Nachricht überrascht, dass New York New York ne Achterbahn mit Looping hat und für die natürlich schon bezahlt war und somit hab ich mich dann mit Höhenangst in einer superhohe Looping-Achterbahn reingezwungen und zu allem Übel auch noch ganz vorne, wo man dann alles genauestens mitkriegt.
Von der Achterbahn konnte ich kein Foto machen - ich kopier einfach mal nen Link rein, wo man sich alles genauestens anschauen kann. hier klicken

Ja, ich habs überlebt. Auch wenn das schon eine Erfahrung der besonderen Art war!
Danach gings dann in den berühmten Caesars Palace. Das ist zum einen ein Hotel, zum anderen ein riesiges Kaufhaus mit Louis Vuitton, Versace, Gucci etc. und den ganzen Brands halt, gekauft hab ich nicht wirklich was, aber ein Foto von der römischen Dekoration gemacht, die wohl besonders dich, Papi, interessieren könnte.



Das hier ist z.B. ein Brunnen und die Figuren bewegen sich zu bestimmten Uhrzeiten und führen eine römische Geschichte auf. Wir haben einen anderen Brunnen gesehen, da gings um Poseidon, aber richtig verstanden hab ich nichts, weil es laut war und die Figuren undeutlich gesprochen haben.



Das ist ein Stand und wohl das Preiswerteste, was man im Caesars Palace finden kann, nämlich Krimskrams, Modeschmuck, Billigtaschen, Pokerchips, Schlüsselanhänger und den ganzen Kram.

Ja, und abends haben wir uns dann ins Mirage begeben, um eine der berühmten Las Vegas Shows anzugucken. Es war eine Cirque-De-Soleil-Show, und zwar "Beatles Love". Las Vegas Shows muss man sich ca. wie ein Theater vorstellen, nur größer, teurer und beeindruckender. Wir hatten super Plätze, nur 2 Reihen von der Bühne entfernt.
Die Show an sich war sehr cool, aber auch sehr verwirrend. Insgesamt war das Ganze ziemlich high und drogenreich gestaltet. Viele viele bunte Farben, Kostüme, Hippies und wirre Aktionen (z.B. Inline-Skating in Moonboot-Inlinern über ne Halfpipe) zu Beatles-Musik (deshalb auch der heutige Blogtitel) und ja, LSD (Lucy/Lina in the Sky with Diamonds) ist wohl die beste Bezeichnung für die Show.
Ich muss dazu sagen, mich haben die Beatles eigentlich nie so fasziniert, aber ich denk mal, ich werd die Beatles-Musik jetzt immer mit Las Vegas verbinden.

Müde sind wir dann gegen 1 ins Bett.

Tag 2, 26.10.2009

Nach unserem Frühstück in der Hotel Lobby, die übrigens wie Manhattan gestaltet ist (New York New York), waren wir Mädels (Natalie, ihre Freundin Kiersten und ich) erstmal shoppen. Wir waren in der Fashion Show Mall, die etwas besser für den Geldbeutel ist als Caesars Palace. Ich hab ein Foto von mir vor Abercrombie & Fitch machen lassen - ungeschminkt, aber dafür mit zwei Hotties an meiner Seite! (und das amerikanische Fotogrinsen hab ich auch schon drauf^^)



Danach sind wir dann zum Stratosphere Tower gefahren. Das ist der höchste Turm in Las Vegas und außerdem auch -wie so ziemlich alles - ein Hotel.
Man kann sich den Stratosphere Tower relativ wie den Olympiaturm in München vorstellen, mit dem Unterschied, dass sich oben auf der Spitze des Turms 3 Fahrgeschäfte befinden, die ich natürlich alle machen musste :) - leider Gottes ist meine Hostfamily verrückt und schreckt nicht mal vor einem Freefall-Tower in 380 Metern Höhe zurück. Ich hatte meine Kamera nicht dabei, also schreib ich nur über die Fahrgeschäfte und verlink Fotos von anderen Homepages!

Big Shot

Das ist ein Freefall Tower, nur mit dem Unterschied, dass man nicht vom Boden aus startet, sondern bereits in 380 Metern Höhe und dann nochmal 50 Meter raufgefahren und runtergeworfen wird :).

Insanity

Das ist ein Fahrgeschäft, das sich schnell auf 380 Metern um die eigene Achse dreht und relativ schnell - und man blickt eben auf Las Vegas runter.

X-Scream

Definitiv das Schlimmste, was ich je gemacht habe. Auf 380 Metern Höhe rast man auf Las Vegas zu, also wird nach unten gekippt und man denkt, man fällt aus der Spur und auf Las Vegas drauf. Ich kanns nicht erklären, aber das ist wirklich "scary".

Danach sind wir dann zurück zum Hotel und dann haben wir uns fertig gemacht und sind zum Dinner ins Restaurant Margaritaville gefahren. Das ist eine Restaurantkette von Sänger Jimmy Buffett und dort bedienen die Bedienungen auf Stelzen. Außerdem hatte ich dort den besten Veggieburger meines Lebens (für ca. 8€ - stolzer Preis, Vegas ist teuer)

Ja und dann gings weiter zur Blue Men Group, einer anderen Las Vegas Show. Die Blue Men Group dürfte relativ bekannt sein.
Die Blue Men Group tritt im Hotel Venetian auf, ein Hotel, das im Venedig Style gestaltet ist - inklusive Gondeln und Rialtobrücke. In den Gondeln kann man übrigens auch heiraten.



Ja, zurück zur Blue Men Group. 3 glatzköpfige, blau angemalte Männer performen sozusagen einen Mix aus Comedy, Artistik, Musik etc. und ja, das ist einmalig. Ich denke mal, jeder hat schon mal die Blue Men Group auf Postern oder im Fernsehen gesehen - ich hab sie live und sozusagen hautnah mitbekommen!



Die Blue Men sind übrigens ein bisschen beängstigend, weil die absolut keinen Gesichtsausdruck haben. Die schauen immer gleich, auch wenn das, was sie machen, noch so lustig ist.

Wir sind dann um Mitternacht heimgekommen und gleich ins Bett!

Tag 3, 27.10.2009

Begonnen hat der dritte Tag mit der schönsten Nebensache der Welt - ESSEN! Wir waren im Planet Hollywood und hatten ein riesiges Buffet mit All You Can Eat und das habe ich dann ausgenutzt. Danach konnte jeder machen, was er wollte.
Die Kids sind in so einen Vergnügungspark gefahren, Emily und Heath in ein Casino und ich war Souvenirs kaufen, u.a. im Hardrock Café.



Das Gute in Las Vegas ist, ist, dass alles so nah aneinander ist, dass man nur 100 Meter vom anderen weg total unterschiedliche Sachen machen kann. Ich war dann auch noch mal im Caesars Palace und bei H&M - eeeeeeeendlich. Einem der einzigen 15 in den ganzen United States. Und der Online Store funktioniert in den USA nicht.
Bei H&M hab ich übrigens ein Pärchen aus Dingolfing getroffen.

Ja, wir haben uns dann alle getroffen und ich habe 1$ in den Spielautomaten im Casino von Planet Hollywood reingesteckt (Heath ist als Alibi daneben gestanden), bevor die Security gekommen ist (die sind hier echt streng mit 21 und so) - aber leider nichts gewonnen.



Dazu fällt mir noch ne lustige Story ein. Heath, Garrett und ich warten im Casino so auf Emily und die Mädels, die gerade auf der Toilette sind, dann kommt ein Angestellter und sagt zu Heath: "Is this your lovely wife and your son?"
In dem Moment kommt Emily aus der Toilette und Heath sagt: "Yeah, and this is my exchange student."
Der Angestellte hat dann gar nichts mehr geblickt, bis wir's aufgeklärt haben.

Ja, am Abend waren wir dann noch chinesisch essen und im Hotel Bellagio und wir haben uns die Wasser-Fontänen-Show angeschaut. Sehr romantisch. Die Pärchenrate war bei 70%.



Das ist das Familienfoto. Und jetzt noch eins von den berühmten Bellagio-Fontänen.



Wir sind dann heim, weil's ziemlich kalt war und ich hab dann am Abend noch meine Postkarten runtergebracht und zwei seeeeehr heiße Schweden kennengelernt, die mich auf nen Drink einladen wollten. Die konnten nicht glauben, dass ich nicht 21 bin. Leider hat mir das auch nichts geholfen. Nachdem die 2 noch ein paar Deutschkenntnisse unter Beweis gestellt haben - "Ich heisö Oskar." - und ich meine Postkarten eingeworfen hab, bin ich dann zurück zum Zimmer und ins Bett.

Tag 4, 28.10.2009

Schließlich hieß es dann Goodbye, Las Vegas! 3 coole Tage + 1 am Grand Canyon sind leider viel zu schnell vergangen und der Alltag holt mich wieder ein.
Die Tage waren sehr interessant.
Ein paar Sachen, die ich über Las Vegas jetzt weiß, sind:

- JEDES, wirklich JEDES Hotel hat einen Nightclub und ein Casino.
- Wenn man billig heiraten will, sollte man nach Las Vegas. Discount-Weddings sind hier hoch im Kurs.
- Drogen sind nur offiziell verboten. Es gibt ne Menge als Souvenirshop getarnte "Coffeeshops"^^.
- Dasselbe mit Prostitution. Prostituierte sind Escorts, die dich nur ins Casino begleiten sollen. Das erklärt natürlich auch die Nacktheit von deinen Begleitdamen, deren Visitenkarten du ÜBERALL - selbst als Frau - in die Hand gedrückt bekommst.
- Las Vegas besteht nur aus dem Las Vegas Strip, 4 Meilen durch die Stadt. Der Rest ist langweilig.
- Jedes dritte Auto ist ne Limousine.
- Hotels sind hier keine Hotels. Hotels haben die Größe von einem Hotel + den Riem-Arkaden + einem Club, einem Theater und diversen Wellnessangeboten.
- Las Vegas besteht aus Paris, Venedig und New York - wenn's reicht. Gondeln, die Freiheitsstatue und der Eiffelturm sind ne interessante Combo.

Um 9 haben wir dann das Hotel verlassen und sind frühstücken gegangen. Um 11 hieß es. Bye Vegas, hello Farmington. In Farmington hat uns übrigens eine Überraschung erwartet.



Schnee - Ende Oktober... - Naja, wenns gut läuft ist morgen schulfrei. Hier gibts schulfrei, wenn die Straßen gefroren sind. Also ich hoffe das Beste!

Respekt, wenn ihr das alles gelesen habt!

So long ;)

Samstag, 24. Oktober 2009

Grand Canyon Fitness Company

Hallo ihr Lieben!

Es ist 10 Uhr abends und ich liege gerade in meinem Hotelzimmer (mit freiem W-Lan) in Flagstaff, Arizona, wo wir die Nacht verbringen, bevor es dann nach Las Vegas morgen früh weitergeht.
Nachdem wir gestern abend schon mal in Natalies Geburtstag reingefeiert haben - sie hatte den tollsten Kuchen ever, gebacken von der großen Schwester ihrer besten Freundin - sind wir heute morgen um 8.30 Uhr gestartet.



Das Foto vom Kuchen will ich euch trotzdem nicht vorenthalten!

Wir sind ja mit dem Auto hierher gefahren und unser Weg hat uns erstmal durch das Navajo-Reservat geführt (das Land, dass die US-Regierung den Native Americans zur Verfügung gestellt hat und wo kein Weißer leben darf, solange er/sie nicht mit einem Native American verheiratet ist).

Wir sind an Shiprock vorbeigefahren, das ist der heilige Berg der Navajo, weil die einer Sage nach durch den Vulkankrater von Shiprock in diese Gegend in New Mexico und Arizona gebracht worden sind.

Ansonsten gibts im Navajo-Reservat nur 3 kleine Ortschaften und sonst ist alles Natur pur, d.h. alle 5 Meilen mal 1-2 Häuser, die meistens relativ arm sind.

Nach 4 1/2 Stunden haben wir den Grand Canyon erreicht. Dort haben wir, bevor wir die geplante Wanderung gestartet haben, erstmal eine Pause eingelegt. Dabei habe ich dieses Foto gemacht.



Translator benutzen will gelernt sein! Wer in Deutschland Recycling mit Aufbereiten übersetzt, muss ich auch erst noch rausfinden!

Danach haben wir uns dann den echten Grand Canyon vorgenommen. Für alle, die's nicht wissen, das ist eine 450 km lange Felsschlucht, die vom Colorado River ausgewaschen wurde und somit zu den größten Naturwundern der Erde gehört. Jedes Jahr kommen ca. 5 Millionen Touristen, dieses Jahr mich eingeschlossen. :)
Der Blick war einfach nur atemberaubend!



Wir sind dann 3 Meilen gewandert und der Rückweg (bergauf) war verdammt hart, meine Beine tun jetzt noch weh. Es war verdammt anstrengend!
Wie meine Überschrift schon sagt, Grand Canyon Fitness Company triffts gut. Stolz haben wir dann ein "Familienfoto" gemacht.



(die Rechte, Blonde ist übrigens Kiersten, Natalies beste Freundin)

Wir sind dann total erschöpft zu unserem Hotel in Flagstaff. Flagstaff ist so groß wie Landshut (58.000 Einwohner) und ist mit nur 5% Luftfeuchtigkeit der Ort in Amerika mit der geringsten Luftfeuchtigkeit überhaupt.

Am Abend haben wir dann noch Natalies Geburtstag gefeiert und es gab viel zu viel Essen, wo wir fahren. Ich hatte für die Region typische Arizona-Quesadillas, das sind Tacos mit Black Beans gefüllt und Käse, die sind richtig richtig gut. Aber essen kann ich jetzt (oder besser gesagt sollte ich) jetzt 7 Tage nichts mehr.

Ja, ich werds dann ins Bett packen, morgen muss ich früh raus - SIN CITY wartet!

Macht's gut + bis bald!

Lina

Samstag, 17. Oktober 2009

Shop-A-Holic

So, jetzt meld ich mich ja relativ schnell wieder mit einem neuen Blogeintrag. Es hat sich zwar nicht wirklich viel getan, außer dass es mir schon wieder besser geht (hab nur noch eine leichte Erkältung).

Ja, ich muss unbedingt über die Shoppingmöglichkeiten hier schreiben. Farmington ist ja eher ne Kleinstadt mit Landshuts Größe, aber hier ist es nicht so unbedingt nötig, in die nächstgrößere Stadt zu fahren, weil es einfach der Hammer ist.

Ich werde euch mal aufzählen, was man hier so zu welchem Preis kriegt und was ich heute in der Mall (großes Einkaufszentrum) oder allgemein in letzter Zeit gesehen und gehört hab.

Converse Chucks: 9$ [7€] (braun-weiß), gabs allerdings nur noch in einer Größe und außerdem bin ich aus meinem Chucks-Wahn raus. Die regulären Chucks, wie die schwarzen Classics kosten 39,99$ [30€], sind also auch weit unter dem deutschen Preis [59,99€]

Ugg Boots: 126$ [80€] legt man dafür hin. In Deutschland kann man dafür 250€ hinlegen.

Röhrenjeans: Das hängt von der Marke ab. Allerdings leiden die Mädels hier alle an Geschmacksverirrung und Schlag-/Trompetenhosen sind hier groß im Trend. Allerdings nicht in ganz Amerika, aber in einer verschlafenen Kleinstadt halt doch.
(wir hatten mal ne Dame aus Albuquerque in Fashion Design, die hat gefragt, was modern ist und dann erstmal große Augen bekommen, als die Antwort "Schlaghosen" kam.)
Das heißt, hier kann man immens viel für Schlaghosen zahlen und Straight-Cuts bzw. Skinny Jeans sind immer for sale.
Levi's kriegt man für 30$ [20€], Hollister für 49$ [35€] und Diesel für 69$ [45€].

Skater Brands:
Billabong Shirt für 10$ [7€], Zoo York für 7$ [5€], o'Neill für 5$ [3€] - mehr sog i ned! ;)

Designer:
Ralph Lauren Polo für 8$ [6€], Hilfiger Tasche für 29$ [20€].

Die Liste könnte man natürlich ewig fortführen, aber dann wirds langweilig. Also wenn irgendwer was braucht, ich geb euch meine Kontonummer und dann geh ich einkaufen!

Ach ja, jetzt noch das "Schmankerl":
Farmington war ziemlich im Oktoberfestfieber und natürlich konnte man ein schickes, "original Bavarian" Dirndl kaufen! Was die Amerikaner unter "original Bavarian" verstehen, darf man unten auf dem folgenden Bild (Qualität ist schlecht, hatte nur die Handykamera dabei) bewundern.



Macht's gut & bis bald!

Lina

Dienstag, 13. Oktober 2009

Swine Flu

Hey ihr Lieben!
Heute mal mit einer nicht ganz so erfreulichen Nachricht: Ich bin krank.
Wahrscheinlich hab ich Schweinegrippe! Klingt zwar jetzt erstmal ein bisschen weit hergeholt, aber ich mein's ernst.
Vom Arzt bestätigt worden ist es nicht, allerdings bin ich hier auch nicht zum Arzt, weil die Ärzte sagen, wenn man nur normale grippeähnliche Symptome hat, soll man nicht unbedingt in die Praxis, weil an meiner Schule momentan schätzungsweise 30% krank sind und die Ärzte wollen ihre Praxen für die schlimmen Fälle (alte Leute, Babys etc.) offen halten.

Mit der Schweinegrippe bin ich mir übrigens deshalb relativ sicher, weil Heath gesagt hat, dass die anderen Grippewellen erst am Anlaufen sind und die Schweinegrippe die Einzige ist, die sich bisher total ausgebreitet hat und jeder, der momentan hier Grippe hat, höchstwahrscheinlich H1N1 hat.

Tja, so kann's gehen.

Um euch in Deutschland jedenfalls mal die Angst zu nehmen: Es ist nicht angenehm, aber ganz bestimmt nicht lebensbedrohlich für normale, gesunde Menschen. Ich lieg halt die ganze Zeit im Bett rum, wahlweise vorm Computer, mit iPod oder einfach nur schlafend und steh nur auf, wenn ich ins Bad muss oder was zum Essen will und bemüh mich, dass ich niemanden anstecke, weil wir ja in 11 Tagen nach Las Vegas fahren.

Mein Rücken fühlt sich an wie nach einer 5stündigen-Ultra-Gewichthebe-Session, ich hab Halsweh, Kopfweh und bin ständig müde, aber okay. Das wird schon wieder!

Das Einzige, was mich ärgert, ist, dass ich den Fieldtrip verpasse, den meine Journalism-Class morgen nach Durango machen wird, aber solange ich dann bis Vegas wieder fit bin, kann ich damit leben!

Liebe Grüße an euch alle + nächstes Mal gibts wieder was Aufregenderes mit Bildern!

Lina

Sonntag, 4. Oktober 2009

2 Monate | Wochenende in Telluride

Hallo auf ein Neues!
Ich befinde mich gerade in Colorado, genauer gesagt in Telluride. Und außerdem bin ich jetzt genau 2 Monate hier! Die Zeit vergeht.
In der Schule war nicht viel los. Es wird halt immer mehr zum Alltag.
In Spanisch haben wir Marachas gebastelt, also keine Ahnung, wie die auf Deutsch heißen, dass sind jedenfalls so Rasseln, die wir dann bemalen mussten, nachdem wir Zeitung draufgekleistert haben. War ne Menge Spaß, aber auch ein bisschen eklig.
Meine Maracha-Rassel hat übrigens ein Coco Chanel-Logo. :)

Am Freitag nach der Schule bin ich dann mit Johanna und ihrer Gastfamilie (Monica, Glen + Jacqueline) nach Telluride, Colorado gefahren. Die Temperatur ist übrigens in New Mexico wie in Colorado rapide abgefallen. In New Mexico ist es ziemlich windig bei 1°C morgens und am Nachmittag dann so 10°C. In Colorado hatten wir -6°C in der Früh und ebenfalls 10°C am Nachmittag. Aber dank dem Whirlpool mit 42°C, den wir hier haben, lässt sich das alles ganz gut aushalten.
Telluride sieht übrigens aus wie ne Mischung aus Österreich und Skandinavien. Aber auch britische Elemente kann man sehen.
Die Häuser sind alle im skandinavischen Stil erbaut, aber man kommt sich ein bisschen wie in den Alpen vor. Die Berge sind sehr hoch (Telluride liegt auf 3000 Metern), aber es gibt mehr Laubbäume als in den Alpen und momentan verfärben sich die Blätter (Indian Summer) und man hat ein paar sehr gute Postkartenmotive.



Gestern waren Johanna, ihre Gastfamilie und ich dann in Tellurides Zentrum und haben ein bisschen geshoppt (bzw. schaufenstergeshoppt). Auf dem Marktplatz haben sie gerade die Dekoration vom "Oktoberfest" weggeräumt (Pappdirndl, Papplederhosen + Papp-Paulaner-München-Logos an einer Girlande), weil hier die Oktoberfeste sehr populär sind. Allerdings sind sie auch sehr klein und nicht einmal mit der Landshuter Dult zu vergleichen.
Aber man kann Hayfeweitzn (Hefeweizen) trinken und original-deutschen Kartoffelsalat essen. Dafür waren wir allerdings zu spät dran.



Ne Menge rote Londoner Telefonzellen gibts hier übrigens auch!



Was übrigens lustig ist, ist, dass man von Mountain Village (wo Monica's und Glen's Hütte ist) mit der Gondel nach Telluride fahren muss. Die Gondel ist übrigens kostenlos. Bitte mal nach Fieberbrunn rüberfaxen ;).
Und man fährt mit der Gondel steil bergab auf Telluride zu, was im ersten Moment a) etwas ungewöhnlich und b) etwas "scary" ist, weil man halt wirklich auf's Tal, in dem Telluride liegt, zufährt und nicht den Berg hinauf wie üblich.



Emily, Heath, Natalie, Hannah und Garrett sind dann am frühen Abend angekommen, weil Emily noch eine Pilates-Class am Samstag hatte und deshalb erst Samstag Mittag losfahren konnte. Wir sind dann am Abend zum Sushi-Essen gegangen, weil die ein Sushi-Special und ein Mojito-Special (für die Erwachsenen) hatten. Die Preise für Sushi in Amerika sind ziemlich happig. Aber dafür war es auch wirklich gut.
Ich hatte eine Wellness-Roll + eine Mango-Avocado Roll. Emily + Monica haben ein Caterpillar-Sushi gegessen. Da war keine Raupe drin, aber es hat wie eine Raupe ausgesehen.



Gestern Abend hat's in Colorado übrigens geschneit. Nicht viel, aber ein paar Flocken - im Oktober.

Ansonsten habe ich jetzt noch 4 Wochen bis Las Vegas! Looking forward.
Macht's gut!

Sonntag, 27. September 2009

Last Two Weeks (Homecoming Remix)

So, jetzt hab ich mich 2 Wochen nicht mehr gemeldet. In der ersten Woche war praktisch nix los. Stinknormales Leben, bis auf das, dass ich mit Garrett einen sehr schicken New Mexico-Schokokuchen gebacken hab & Emily und Heath Hochzeitstag gefeiert haben!



Für alle nicht so geographieinteressierten oder -versierten, der Kuchen hat die Form von New Mexico. Eigentlich war er ja mal größer, aber irgendein Geist hat ein ziemlich großes Stück gegessen, als er im Kühlschrank zum Kühlen stand. Wer's war, haben wir nicht rausfinden können, auch wenn Interpol-Cop Lina einen großen Verdacht gegen Gambling-Garrett hegt (diesen Spitznamen liebt er; übrigens to gamble = glücksspielen)

Ja, dann kam die Homecoming Week. Homecoming ist eine Woche, die amerikanische Schulen Ende September/Anfang Oktober haben, um die Schüler "heimkommen zu lassen". Es steht jeder Tag unter einem anderen Motto und am Abend sind einige Aktivitäten geplant. Unsere Homecoming Week stand unter dem Motto "Vegas, Baby" und somit waren die Tage nach einigen Las-Vegas-Events benannt. Ich gehe jetzt einfach mal kurz auf die verschiedenen Sachen ein!

Montag war Planet Hollywood. Jeder sollte sich als sein Lieblingshollywoodstar anziehen und so in die Schule kommen. Haben aber die wenigsten gemacht. Eine Marilyn Monroe wurde gesichtet und ein James Bond, aber das wars dann auch. Ich selber hab mich nicht als Hollywoodstar angezogen, weil ich nicht wusste, wie. Hab leider kein Brautkleid oder Ähnliches aus Deutschland mitgenommen.
Montag Abend war die Movie Night. Ich konnte nicht hin. Es wurde irgendein Film zum Thema Las Vegas gezeigt.

Dienstag war Caesars Palace. (übrigens finde ich es ein bisschen lächerlich, dass der Tag so benannt worden ist, wenn die Amerikaner Caesar nicht richtig schreiben können. Auf den Plakaten, die gezeigt haben, was das Motto von welchem Tag ist, stand immer Ceasers Palace) Jeder sollte als Römer oder Ägypter auftauchen. Ich hab schon mit dem Gedanken gespielt, ein Betttuch als Toga zu missbrauchen, aber leider war es der erste Tag, wo es morgens in Farmington richtig kalt war. (1°C in der Früh, am Nachmittag waren es dann 22°C). Vielleicht hätte ich auch an die Lateinfachbetreuer schreiben sollen, um mir diese Anschauungsstücke rüberschicken zu lassen. Dafür war ich aber zu spät dran.
Am Abend gabs dann das große Homecoming Bonfire. Eine Art Lagerfeuer, nur größer.
Auch eine Rockband von unserer Schule, die Marching Band und die Cheerleader sind aufgetreten.



DAS Highlight war dann wohl die Lehrerkaraoke. Gewonnen hat der einzige Kandidat, der angetreten ist - Mr Torres (Mathelehrer), der zwar überhaupt nicht singen konnte, aber dafür eine einwandfreie Show abgeliefert hat. (ich erinnere mich an deine Suparichie-Performance, Papi)

Mittwoch war Hard Rock Café. Da hab ich dann zum ersten Mal mitgemacht. Wieder haben sich nicht allzu viele Leute aufgestylt, oder man hat es nicht bemerkt, weil hier ne Menge Leute als Pseudorockstars aka. Emos rumrennen. Ich hab einen in meiner English-Class, der lackiert sich die Fingernägel neongelb und schwarz und trägt als Halskette ein pinkes Gummigebiss und ständig schwarze Zombie-T-Shirts.
Ich hab meine Haare richtig geteast (keine Ahnung, was das deutsche Wort ist, also so hochfilzen), schwarze Leggins, Chucks, zerrissene Jeans-Shorts und ein gewisses Hardrock-Café Amsterdam-T-Shirt, auf das mich sogar Leute angesprochen haben, mit denen ich davor noch nie geredet hab. Und dann noch mehr make-Up als manche Leute in zwei Wochen benutzen.



Hab leider nicht allzu viel aufs Foto draufgekriegt, weils ohne Blitz im Spiegel unscharf geworden ist und mit Blitz alles verdeckt und es war niemand da, der mich fotografieren konnte. (Und Papi, bitte nicht zu geschockt sein, wegen den hellen Haaren)
Mittwoch Abend war übrigens nichts los!

Donnerstag war dann Texas Hold'em. Jeder sollte als Cowboy/Cowgirl kommen. Finde ich persönlich etwas diskriminierend, wenn man bedenkt, dass wir schätzungsweise 40% Navajos (Native American/"Indianer") an der Schule haben. Kelsey, ein Mädchen aus meiner US-History-Class, hat versprochen, mir nen Cowboyhut mitzunehmen, hats aber vergessen. Also bin ich als 50%-Cowgirl aufgetaucht, mit Zöpfen und Bluse so zusammengeknotet. Hat aber nich wirklich nach Cowgirl ausgesehen!
Am Abend war die Homecoming-Parade. Das ist sowas wie der Abimove, nur von der ganzen Schule. Man fährt halt mit lauter Musik und ner Menge Autos die Main Street runter und jeder Club und jeder Jahrgang hat eine eigene Float, also einen eigenen Wagen. Ich hab bei der Senior Float mitgemacht, und wir haben mit Benny Benassi (!!!, die waren alle von meinem iPod begeistert) schon mal unser letztes Schuljahr (für mich hört sich das immer noch komisch an) vorgefeiert.

Freitag war Spirit Day, jeder musste sich in den Schulfarben anziehen. Das war der erste Tag in der ganzen Woche, wo dann wirklich mitgemacht worden ist und 70% der Schule in grün-schwarz-weiß aufgetaucht sind. Ich hatte mein Farmington Scorpions Tradition Baby Shirt an (auch eher lächerlich, wenn man bedenkt, dass ich eigentlich mit der Schule nicht so wirklich verbunden bin). Am Abend war dann das Homecoming Game und unsere Football-Mannschaft hat die Jaguars (ich weiß bis heute nicht, von welcher Schule die waren) plattgemacht. 35:6, wie das Ergebnis zustande gekommen ist, weiß ich bis heute nicht, weil Football für mich ein Riesengemetzel ist und ich die Regeln nicht wirklich blick. Aber der Schoolspirit war wirklich zu spüren, es war Stimmung wie bei einem Fußballspiel in Deutschland.
Übrigens bin ich jetzt stolze Besitzerin eines FHS-Bandanas, das die ersten 150 Besucher des Football-Spiels bekommen haben - und da hab ich glücklicherweise dazugehört.



Außerdem wurden Homecoming Queen und Homecoming King gekürt. Das sind meistens Kids, die sowohl bei Lehrern als auch bei Schülern gleichermaßen beliebt sind. Die dürfen dann beim Homecoming-Dance mit einer Homecoming-Royalty-Schärpe rumrennen!
Vielleicht krieg ich noch ein Foto her; aber meine SD-Karte von der Kamera streikt momentan und ich muss schauen, dass ich sie repariert kriege. Und die Fotos, die ich mit dem Handy gemacht hab, haben keine wirklich gute Qualität (siehe das Lina mit Farmington Scorpion Shirt Foto)

Samstag wars dann soweit. Homecoming Dance!
Ich hatte kein Date, sondern bin mit Mädels hingegangen. Ich war echt froh drüber. Erstens Mal bin ich kein großer Fan von Slow Dances und die sind für Paare Pflicht, zum anderen konnte ich tanzen, mit wem ich will. (aber leider nicht, wie ich will, die Lehrer hier sind ultrastreng, wenn man sich beim Tanzen zu nahe kommt und man darf womöglich nicht zum Prom). Wir haben uns erst alle getroffen und Fotos gemacht.



Ich mag das Foto nicht so sonderlich (jaja, ich hab immer was auszusetzen, aber ich find mein Grinsen drauf echt dämlich), aber ich hab jetzt kein anderes, da meine Kamera kaputt ist. Und bis Emily mir ihre Fotos gibt, wo ich ein besseres drauf habe, lass ich jetzt mal dieses drin)
von links: Johanna, Molly, Tori, Rebecca, Kim & ich.

Wir sind anschließend dann zum Dinner in ein Restaurant gefahren namens Bluff. Es gehört Emilys Freunden. Das Essen war verdammt gut, aber auch richtig viel. Ich hatte Maccaroni mit Parmesan und Green Chili. Green Chili gibts übrigens nur in New Mexico. Vorm Dessert hab ich aber dann gestreikt, ich hätte es einfach nicht mehr geschafft.

Wir sind dann weiter zum Dance gefahren und ich hab ne Menge Leute aus meinen Classes getroffen und für Journalismus musste ich ne Menge Fotos machen! Ansonsten sind die amerikanischen Dances wie Discos aufgebaut, nur halt mit anderer Musik (Charts + viiiiel HipHop) und man darf sich wie gesagt beim Tanzen nicht zu nahe kommen, das ist "Dirty Dancing" und somit unangemessen.

Danach sind wir noch auf eine Afterparty gefahren - und um halb 2 bin ich dann mit Kim heim, weil ich total müde war und einfach nicht mehr an das lange Aufbleiben und Weggehen gewöhnt bin. - Sophie, wenn ich wieder da bin, müssen wir mit dem Re-Trainingsprogramm beginnen :)

Achja, was euch vielleicht noch interessieren könnte: Ich hab meinen ersten "Loveletter" hier gekriegt, den hat ein Typ aus meiner US-History-Class geschrieben und mir am Freitag in der Pause zugesteckt. Er hatte an seiner alten Schule Deutsch als Schulfach und somit hat er den Brief auf Deutsch geschrieben.
Ich werd ihn jetzt nicht ganz wiedergeben, aber er hat geschrieben, "dein akzent sein sexy. du sein hübsch. du sein heiß wie hölle."
Ich fands echt niedlich, aber leider bin ich nicht interessiert und jetzt muss ich mir überlegen, wie ich ihm am besten klarmach, dass es nichts wird.
Und seit gestern hab ich schon das nächste Problem. Ich hab beim Homecoming Dance einen Kerl kennengelernt, und tja, der will jetzt unbedingt mit mir zum Lunch gehen, aber ich bin auch nicht so interessiert, also wenn irgendjemand gute Ideen hat, wie man jemandem möglichst freundlich nen Korb geben kann, bitte als Kommentar posten! :)

Machts gut!

Sonntag, 13. September 2009

On The Road

Hallo ihr Lieben!
Und schon wieder meld ich mich mit einem neuen Exklusivblog aus den States, nachdem ich ja jetzt fast 2 Wochen nichts mehr von mir gegeben hab.
Ich war beschäftigt. Ich hab tausende von Tests in allen möglichen Fächern und Schule macht Stress und dann bin ich auch noch die ganze Zeit sportlich, momentan 6x pro Woche mindestens eine Stunde pro Tag - die Oreo-Cookies sind einfach zu gut ;)

Soviel Besonders gibts nicht, außer dass wir in der Schule einen Foto-Workshop mit einem Profifotograf hatten, der auch schon die Dallas Cowboys (Football-Team) fotografiert hat. Aber mittlerweile hat mich ja doch das Alltagsleben, deshalb fang ich jetzt mal beim 11. September an, weil der ja doch ein Tag ist, der gepaart mit Amerika eigentlich ziemlich viele Assoziationen hervorruft. Aber ...
Denkste!
11. September - ich bin von Riesengedenkminute über kollektive Beerdigungsstimmung inklusive schwarze Klamotten bis hin zur Vollversammlung aller Schüler mit Reden etc. ausgegangen, aber 5 meiner 6 Lehrer haben den 11. September nicht mal erwähnt. Einzig und allein mein US-History-Lehrer hat uns erklärt, was passiert ist - und einige der Amerikaner haben nicht mal gewusst, dass unter anderem AUCH ein Flugzeug ins Pentagon in Washington D.C. gestürzt ist und nicht nur in die Twin Towers in New York. Nach 5 Minuten war's das aber auch. Es gab, soweit ich gesehen hab, auch keine wirkliche Extrasendung wie den Brennpunkt zum Beispiel in Deutschland.
Naja, Amerika ist immer für ne Überraschung gut.

Gestern, Sonntag, 13. September haben mein Community Representative Leslie, ihre Austauschschüler Anna-Lisa (Deutschland) und Thomas (Norwegen) und ich natürlich eine Art Roadtrip nach Woodlake, Colorado gemacht, was von Farmington ca. 4 Stunden entfernt ist (Merke: EINFACH!). Kein Landshuter würde einfach mal für einen Nachmittag nach Frankfurt am Main und zurück fahren. Aber in Amerika werden Entfernungen halt anders berechnet.

Schon die Hinfahrt war lustig. Um Thomas ein Stück norwegische Heimat zu verpassen, sind wir an einer Art Elchfarm vorbeigefahren.



Mit diesem sympathischen Zeitgenossen haben wir dann Bekanntschaft gemacht. Besonders Thomas hat sich beliebt gemacht, indem er im Souvenirshop der Elchfarm eine Art Elchspeck gekauft hat. Ehrlich gesagt hat das Zeug ausgeschaut wie Hundefutter. Aber wer's mag. Wir sind dann weiter gefahren und nachdem wir vier Unmengen Brownies, Popcorn, Chips, Oreos etc. vernichtet haben (yeah, I plead guilty^^), sind wir dann irgendwann im Desperate Valley angekommen, was sozusagen am AdW der United States ist und dazu auch über ewige Strecken keinen Handyempfang hat. Es hat mich gewundert, dass man sowas in der Technik-Nation USA noch findet.



Das geht so dahin über geschätzte 70 Miles und ganz ehrlich, Desperate triffts gut. Ich würd da auch den Blues kriegen. Ich glaub, Island hat nur deshalb die höchste Pro-Kopf-Selbstmordrate, da im Desperate Valley absolut niemand mehr lebt, weil die sich bereits alle umgebracht haben :P
Irgendwann nach 4 Stunden und einer sehr witzigen Rast (wir waren an einer Raststätte, wo man die Toiletten nicht zusperren konnte, und Anna-Lisa ist mitten in eine sehr wichtige Sitzung einer anderen Frau hereingeplatzt) sind wir dann in Woodlake, Colorado angekommen, wo wir dann erstmal noch mehr zum Essen bekommen haben und dann als Nachtisch eine Menge Regeln von der Organisation. Eigentlich sind viele davon lächerlich, aber Leslie hat schon so Einiges erlebt, von einem Koreaner, dessen SLEP-Test-Ergebnis von seiner koreanischen Organisation gefälscht war und der absolut gar keine Englischkenntnisse hatte, über einen Typen, der Familie wechseln will, weil er nicht in den Bergen platziert werden wollte, bis hin zum absoluten Hammer von einer Koreanerin, die sich in der Mall prostituiert hat, weil ihr ihr Taschengeld nicht gereicht hat. Unglaublich, oder?
Nach 2 Stunden Power-Zuhören waren wir dann endlich fertig und sind zum Fun-Teil des Nachmittags gekommen. Die meisten sind Fischen gegangen und weil ich ja sowas nicht unterstütze (erstens: langweilig, zweitens: VEGETARIER!) hab ich mich dann mit den Mädels aus Taiwan und Thailand unterhalten. Für Asiatinnen waren die erstaunlich groß, um 1.70m rum - und sie waren superlieb, wenn auch die Kultur sehr unterschiedlich ist.
Ich hab natürlich mit meinem Wissen über Sushi (sehr beliebt in Taiwan) und über Matsamam-Curry, sowie Tom-Yam-Suppe (Thailand!!!) geglänzt.
Danach haben wir noch ein Foto gemacht.
Ich seh nur deshalb so fett aus, weil die Asiatinnen beide geschätzte 35kg wiegen, besonders Tsai-Yi (die Linke).



Das sind also von links Tsai-Yi (Taiwan), ich & Dao (Thailand) in Colorado. Außerdem waren mit Natasja und Niclas noch zwei Deutsche bei der Orientation, mit denen hatte ich aber nicht so viel zu tun. Natasja ist auch mit GLS da und sie und Niclas gehen auf eine High School mit nur 70 Schülern. Krasse Umstellung, wenn man davor in Berlin (Natasja) oder Hannover (Niclas) gelebt hat.

Übrigens haben Dao und Tsai-Yi Anna-Lisa und mir noch einen kleinen Thai bzw. Chinesisch-Crashkurs verpasst. Das Ergebnis kann man auf folgendem Foto sehen:



Nummer 1 unter meinem Namen ist ein chinesisches Lina und Nummer 2 unter meinem Namen (also das unterste Geschriebene) ist mein Name in Thai. Dafür hab ich dann die beiden asiatischen Namen auf Griechisch aufgeschrieben, kam wie immer natürlich gut an.

So, ich packs jetzt ins Bett, bin erst kurz vor Mitternacht wieder in New Mexico angekommen und mittlerweile ist Montag, 14. September, 01:15, und in der Früh heißts Aufstehen um 6:30 für Schule, aber ich hoff jetzt einfach mal, dass mir der Starbucks-Gott morgen einen vierfachen Espresso vor die Füße wirft, wenn ich zur Schule geh.

Ich wünsch euch allen morgen auch einen tollen Schulstart, egal ob Lehrer oder Schüler, speziell euch, ehemalige 10a, gute Kursleiter + einfach ein Hammerjahr ohne mich und wir machen dann da weiter, wo wir aufgehört haben!

In diesem Sinne, Laokon (Tschüss auf Thai) und bis bald!

Lina