Samstag, 10. April 2010

Yummy yummy, in my tummy!

Hallo ihr Lieben!
Wer die Überschrift versteht, weiß sicher auch schon, worum es hier geht. Mich wunderts, dass ich bisher noch nichts über die schönste Nebensache der Welt geschrieben hab (ESSEN!) Und wer mir jetzt ankommt von wegen blabla ... dem lege ich einfach mal folgendes Zitat aus dem Buch "Skinny Bitch" ans Herzen.
"Whoever thinks that sex is the best thing in the world, is either a pervert or never had a really good meal." (so!)

Nun ja, back to topic, heute beschäftige ich mich mal mit amerikanischen Lebensmitteln, Essensgewohnheiten und Restaurants.

Besonders lustig ist, dass der Joghurt für einen Deutschen auf dem Kopf stehen würde. Der Joghurt ist außerdem zuckersüß (also wirklich!) und es gibt ihn in 10.000 verschiedenen Geschmacksrichtungen, wo sich einem Europäer schon beim Lesen die Geschmacksnerven umdrehen. (z.B. Rotweinkuchen, Zitronenkuchen, Zimtschnecke, Pina Colada, Mousse-au-Chocolate usw.)



Leider könnt ihr nur Kirsche und Erdbeere bewundern, denn der Rotweinkuchen wurde diesen Morgen vernichtet :) ... Aber die Form ist zu erkennen.

Bei den Kaugummis gibt es übrigens dasselbe Prinzip. Auffallend ist, dass besonders Orbit viele Alkohol-Replacements hat, z.B. Sangria-Kaugummi, Mojito-Kaugummi und Pina Colada Kaugummi. Alkohol für unter 21-jährige also.

Okay, what else? ... Auch die Amerikaner sind mit ihren Wasservorlieben dekadent. An der Westküste/im Westen ist viel Fiji Water zu bekommen (von den Fidschi-Inseln) und in New York hab ich öfter mal Icelandic Glacial Water gesehen (aus Island... liegt ja nur 5 Stunden mit dem Flieger entfernt).



Statt Milka Schokolade ist hier Hershey's populär. Und wie alles in Amerika gibts auch Hershey's in viel zu vielen Geschmacksrichtungen. Cookies & Creme, Mandel ... etc.
Andere amerikanische Süßigkeiten sind Reese's, Oreos, Chips Ahoy, Pop-Tarts und dazu muss man auch sagen, dass Süßigkeiten in Amerika meistens total übersüßt sind... und nun ja: an meine geliebten Happy-Hippos und Moser-Roth Schokolade kommt eh nix ran.

Für Vegetarier(innen) gibt es in Amerika, obwohl Amerika ja ein 'fleischfressendes' Land ist, ebenfalls viel mehr Alternativen. Soja-Fleischersatz-Produkte stehen nämlich hoch im Kurs. Ebenso wie Edamame, das sind so grüne Sojabohnen und mit Sojasauce sind die lecker. Ich steh auf die Sojabohnen. Die sind so ziemlich das Gesündeste (viel Vitamin, viel Eiweiß, kein Zucker, kaum Fett), was es gibt ... und sooo lecker. Ich muss die in Deutschland auch finden!



(links vegetarische Chicken Nuggets, rechts die Edamame)

Hm, nun zu den Restaurants. In Amerika wird man von jemandem an einen Tisch geführt, außer in Fast Food Restaurants kann man sich nirgendwo aussuchen, wo man sitzen will. (und in New York sind sie damit auch nicht zu streng, weil die New Yorker europäische Touristen schon gewohnt sind).
Im Restaurant selbst gibt es meistens Kids' Menus, also seperate Speisekarten für Kinder, die dann meistens auch mit mitgelieferten Wachsmalkreiden bemalt werden dürfen.
Auf jeder Speisekarte für Kid's sind meistens Klassiker wie Cheese-Maccaroni, Hamburger und Peanutbutter-Jelly Sandwich zu finden.

In Amerika gibt es auch ganz viele Fast Food Restaurants, hier in der Gegend sind mexikanische sehr populär. Und McDonalds gibts auch überall. Und Chinese Takeaways sind sehr populär.

Ein amerikanisches typisches Breakfast besteht übrigens aus Tater Tots (so ne Art Kartoffelnuggets), Rührei und Cinnamon Rolls oder auch aus Breakfast Burritos. Manchmal gibt es auch Fruchtsalat.

Ansonsten kann man zu den amerikanischen Essgewohnheiten sagen, dass jeder dann ist, wann immer er will und was er will und meistens auch vorm Computer/Fernseher :)


Naja, was gibt es sonst noch Neues? ... Nicht so viel. Mein Promdress ist heute angekommen, aber ich muss es am Montag noch abholen, denn es war niemand daheim, als die Post gekommen ist. Und das wars dann auch schon. Vorhin war ich im Fitnessstudio, wie auch sonst schon die ganze Woche und auf dem Heimweg hab ich eine Frau getroffen, die in Bad Tölz aufgewachsen ist. Die Welt ist klein :)

Hugs & Kisses

Lina

Sonntag, 4. April 2010

Empire State Of Mind

"In New York,
Concrete jungle where dreams are made of,
There's nothing you can't do,
Now you're in New York,
these streets will make you feel brand new,
the lights will inspire you,
lets hear it for New York, New York, New York
."

Naja, fang ich meinen neuen Blog mal mit einem Zitat aus dem Song "Empire State Of Mind" von Jay-Z & Alicia Keys an.
Jetzt bin ich ja wieder zurück.
Aber wie bei Las Vegas auch diesmal von Anfang an:

Tag 1 (31.03.2010)

Um 5 in der Früh musste ich raus, mit Heath nach Albuquerque zum Flughafen fahren. Obwohl mein Flug erst um 12 wegging, war ich schon um 9 am Flughafen, weil Heath einen Termin hatte und weitermusste.
Ich hab mir eigentlich erst gedacht, dass ich halt am Flughafen ein bisschen shoppen gehe, aber weit gefehlt ... Albuquerques Flughafen ist ca. vom Vergnügungsangebot so groß wie Landshut's Bahnhof.
Heißt - gleich 0.
Hab dann drei Stunden irgendwie rumgebracht und bin nach Dallas geflogen.
In Dallas fingen die Probleme dann erstmal an.
Wir sind zwar pünktlich eingecheckt, aber das wars dann auch schon. Flugzeug ist angerollt und kurz vorm Abflug kam dann die Durchsage: "We have problems with the navigation display. We're sorry but you have to leave the plan 'til we fixed it."

Okay, wir sind dann ausgestiegen und mussten 1 1/2 Stunden warten. Dabei ist erst mein Handy abgestürzt und weil ich kein Ladegerät dabei hatte, musste ich dann zu einem schätzungsweise in Afrika gelegenem Gate rennen, um mir ein Aufladekabel (hoffnungslos überteuert!) zu kaufen.

Dann kam der zweite Aufruf. Panisch zurückgesprintet, wieder ins Flugzeug, um nur 30 Minuten später die Nachricht zu hören, dass irgendein Triebwerk kaputt ist und wir noch einmal aussteigen müssen.

Das Ende vom Lied war dann, dass wir mit einem 5stündigen Delay aus Dallas in Richtung New York La Guardia weggeflogen sind um 8:45 Texas-Zeit/9.45 New York-Zeit, obwohl ich eigentlich schon um 8.10 New-York-Zeit ankommen hätte sollen.

Naja, der Rest vom Flug ist immerhin relativ ruhig verlaufen. Nina und Harald haben mich dann am Gate abgeholt, ich hab im Hotel noch kurz Renate begrüßt und dann sind wir eh nach ein bissl Labern ins Bett.

Tag 2 (01.04.2o1o)

Wir sind früh aufgestanden und als erstes mal zu Abercrombie & Fitch an der Fifth Avenue, Manhattans Nobelstraße. Abercrombie & Fitch ist eine Klamottenkette ursprünglich aus New York, und der Abercrombie & Fitch in New York City ist so bekannt, dass man dort zwischen 15 Minuten und 2 Stunden in einer Schlange vor dem Laden anstehen muss. Wir hatten Glück, denn dadurch, dass wir so früh aus dem Hotel weg sind, mussten wir nur 20 Minuten warten.
Und ausnahmweise hat sogar Alex, Ninas Bruder, der Shoppingtrip gefallen.

Danach sind wir nach einem kurzen Zwischenstopp am Broadway (Starbucks) zu Madame Tussaud's weiter. Für den höllischen Preis ($35 für den Eintritt) konnten wir dann Stars in Wachs bewundern. Und ihnen in ihren Freizeitaktivitäten zur Seite stehen.
Meine Favoriten waren die Obamas, Jimi Hendrix, Britney Spears und Bob Marley.







Von oben wären das die Obamas, Bob Marley und Britney Spears.

Danach sind wir am Times Square vorbei und ich hab bei Hard Rock Café ein T-Shirt für Jakob besorgt.



Wir sind dann in die Subway eingestiegen und nach SoHo gefahren. SoHo liegt ja relativ nah mit Chinatown und Little Italy zusammen und da haben wir dann auch noch vorbeigeschaut. Allerdings ist es im SoHo auch nervig, weil man permanent von irgendwelchen Fake-Stadtführern, Drogendealern, Zuhältern oder sonstigen Pseudo-Kriminellen angequatscht wurden.
Chinatown war aber ganz cool. Wir waren authentisch chinesisch essen. Und der Tofu war ziemlich gut :) (ich berechne die Qualität immer in Tofu: Tofu ist wohl das schwierigste Gericht überhaupt)



Danach sind wir dann auch schon relativ bald ins Hotel zurück. Der Jetlag hatte uns nämlich alle doch ein bisschen. Auch mich, selbst wenn ich nur 2 Stunden Zeitverschiebung hatte, aber der Flug hat ziemlich geschlaucht.

Tag 3 (02.04.2010)

Wieder sind wir relativ früh raus. Es stand zuerst Central Park auf dem Programm. Central Park ist ja so die grüne Oase von Manhattan und dort gönnen sich die New Yorker eine Pause vom Großstadtleben. Man munkelt, dass sogar Woody Allen morgens im Central Park spazieren geht.



Von bestimmten Plätzen konnte man auch Manhattan's Skyline sehen.



Wir sind noch am Guggenheim Museum und Metropolitan Museum vorbeigegangen, aber nicht rein, weil uns schlichtweg die Zeit gefehlt hat.

Der nächste Stop war das Rockefeller Center, da wir gedacht haben, dass man da kostenlos rauffahren kann. (irgendwer hat uns ne falsche Info gegeben). Hat aber letztendlich genausoviel gekostet wie das Empire State Building, also sind wir nur reingegangen und haben uns umgesehen.



Danach sind wir mit der U-Bahn zum Ground Zero gefahren. Den fand ich persönlich eher enttäuschend, denn man sieht nicht mehr viel. Anscheinend ist schon ein neues World Trade Center in Auftrag gegeben worden. Das Ganze sieht aus wie eine riesige Baustelle.
Man kann lediglich noch das Mahnmal sehen.



Vom Ground Zero haben wir dann die Subway zur South Ferry Station genommen, wo die Fähre nach Staten Island ablegt und dort kann man die Freiheitsstatue bewundern und hat außerdem einen gigantischen Blick auf Manhattan's Skyline.





Danach gings dann nach Little Italy zum Essen und der Kellner hatte einen sehr witzigen Akzent. Anstatt von "cook" hat er immer "cock" gesagt, was ja das deutsche Equivalent zu "Schwanz" ist. Ich musste mich zusammenreißen, um nicht loszulachen. War nämlich zu witzig. Aber ich will auch nicht wissen, wie mein Akzent klingt. (laut den Ostküstlern teilweise ausländisch mit texanischem Einschlag).
Little Italy sieht so aus.



Am Abend sind wir dann noch zum Times Square gefahren, bei Nacht. Besonders witzig war, dass sich Alexander eine fette Schlagzeugtrommel gekauft hat, die er dann drei Stunden in Little Italy und am Times Square rumschleppen musste. Am nächsten Tag konnte er seinen Arm nicht mehr bewegen, aber für die Trommel hat er die Schmerzen gerne in Kauf genommen.



Danach sind wir dann auch heim. :)

Tag 4 (03.04.2010)

Gestartet hat der Tag mit der Columbia University. Da will ich jetzt studieren und ich überfalle die Bank of America haha :) (30.000$ Studiengebühren pro SEMESTER)
Nein, die Columbia ist sehr schön und es schaut richtig toll aus. Fast wie eine europäische Uni.





Und es sah richtig gemütlich an der Columbia aus. Nachdem Nina und ich uns mit Columbia Sweatshirts etc. eingedeckt haben, sind wir dann noch ein bisschen auf dem Campus spazieren gegangen. Die Studenten liegen alle im Gras und tippen auf ihren MacBooks etc. oder lesen.

Anschließend sind wir nach Harlem. Harlem wurde von den Holländern gegründet und ist das Schwarzenviertel. Allerdings sind die Schwarzen in Harlem relativ aufgeschlossen gegenüber Weißen und Touristen - anders als in der Bronx.



Das ist Harlem's Hauptstraße, die 125th Street.



Und das sind Harlem-Jugendliche, die in einem Hinterhof Basketball spielen. Szenen dieser Art kennt man ja aus Filmen wie "Step Up" oder "Honey".

Wir haben dann die U-Bahn zum Washington Square genommen.



Auch Straßenkünstler gab's zu sehen. Besonders beeindruckend war der, der auf dem nächsten Foto zu sehen ist. Der hat aus farbigem Sand ein riesiges Blumen-Gemälde gemacht :)



Vom Washington Square sind wir dann nach Williamsburg in Brooklyn gefahren. Brooklyn ist für Touristen ja eher ein Geheimtipp, normalerweise beschränkt sich ja alles auf Manhattan. Williamsburg ist außerdem das jüdische Viertel. Dreimal dürft ihr raten, wer ein richtiger Intelligenzbolzen ist und ins jüdische Viertel marschiert, wenn der wichtigste Sabbat des Jahres ist, nämlich der vor Ostern.
Vor allem sind die Juden in Williamsburg alle ziemlich orthodox und strenggläubig.
Als wir in Williamsburg waren, waren wir erstmal vom Reiseführer enttäuscht, weil sämtliche Cafés geschlossen waren und fast niemand auf den Straßen, bis Harald dann der Sabbat in den Sinn gekommen ist.
Naja, ein paar Impressionen von Williamsburg haben wir trotzdem bekommen.



Die Schulbusse sind z.B. alle auf hebräisch beschriftet, weil in Williamsburg 30.000 Juden leben, also halb so viele Juden wie Landshut insgesamt Einwohner hat.



Noch einmal ein Bild von Williamsburg.



Das ist eine jüdische Familie in Williamsburg, eine der wenigen, die man auf den Straßen gesehen hat. Da die Juden in Williamsburg so strenggläubig sind, sind die auch besonders angezogen. Die Männer tragen alle lange schwarze Mäntel und auch die Frauen tragen schwarz und die meisten haben die Mitte ihrer Haare abrasiert und links und rechts so eine Locke.
War jedenfalls interessant, die jüdische Kultur so extrem zu sehen, da in Deutschland Juden ja nur einen sehr winzigen Prozentsatz ausmachen und die deutschen Juden meistens auch nicht mit Kippa oder besonderer Frisur herumlaufen.

Das letzte Event war dann das Empire State Building. Wir haben lange überlegt, ob wir rauffahren (1 1/2 Stunden Wartezeit und $20 Eintritt), aber dann haben wir uns dafür entschieden. Das Empire State Building ist New Yorks höchster Wolkenkratzer.



Leider war es bevölkt, also konnten wir nicht bis Massachusetts, Connecticut und Pennsylvania sehen, wie das bei schönem Wetter der Fall sein kann, aber ein bisschen was konnten wir sehen von da oben. (und es war schrecklich windig)



Und auf dem nächsten Bild sieht man die Empire-State-Building-Bezwinger:



Müde sind wir dann ins Hotel zurück. Und noch was: So weh haben meine Füße noch nie getan. Ich hätte fast einer Amputation zugestimmt. :)
Hab dann noch Koffer gepackt.

Tag 5 (04.04.2010)

Um 9.55 morgens ging dann mein Flieger zurück. Dieses Mal hatte ich keine Verspätung, so dass ich dann pünktlich angekommen bin um 3 Uhr nachmittags.
Emily, Natalie und Garrett haben mich vom Flughafen abgeholt.

Wir sind dann heimgefahren und zum Pre-Birthday-Dinner. Als Überraschung waren dort dann auch Monique und Mrs Holman mit ihren Kindern.
Das wusste ich gar nicht.
Hinter meinem Rücken hat Emily da was organisiert.
War aber eine schöne Überraschung.

Besonders die Karte, die mir Natalie gebastelt hat, hat mich fast zum Heulen gebracht. (ich bin so sensibel^^)
Es ist eine riesige USA-Form-Karte mit New Mexico eingezeichnet und drinnen haben Emily, Garrett und sie was reingeschrieben. (Heath und Hannah waren nicht da)

Garrett hat geschrieben "You are such a great person, I love you." und Natalie hat geschrieben "Thanks for everything you did for me."

Ich sollte mal ein Bild von der Karte reinstellen. Und heute morgen in der Schule kam die Durchsage "We want to use the opportunity to congratulate our German exchange student, Lina, to her 17th birthday."
War zwar peinlich, aber nett. (Mrs Holman hat das angezettelt).

Nun ja, dann bis bald! (57 Tage!)

Samstag, 27. März 2010

You know you are americanized when ...

Hello Germany!

Es gibt nicht viel neues eigentlich. Da Emily und Heath beide vollzeitig berufstätig sind, konnten wir über Spring Break nicht viel machen und jetzt sind alle heute den Tag nach Purgatory gefahren zum Skifahren. Aber dadurch, dass ich die Hälfte von meiner Ausrüstung eh nicht dabei habe und seit 1 1/2 Jahren nicht mehr auf einem Snowboard gestanden bin und ich keine Lust auf irgendeinen Bruch inklusive amerikanischem Krankenhausaufenthalt hab.

Naja, jetzt hab ich mir gedacht, womit mach ich euch eine Freude? Zunächst poste ich das Bild meines Promdresses rein, für die, die es noch nicht auf Facebook gesehen haben:



Aber das nur am Rande: Heute mach ich einen Blogeintrag, der weniger mit meinem täglichen Leben hier zu tun hat, als mit einem bestimmten Thema und zwar, woran man merkt, dass man "americanized" ist oder Dinge, die einem am Anfang komisch erscheinen, aber mit der Zeit ganz normal werden:

1. Free Refills
In Deutschland gibt es die ja in so manchem Fastfood-Restaurant (a la Subway, McDonalds), aber in Amerika gibt es die ueberall. Das heisst, man geht in ein Nobelrestaurant und dort laeuft dann jemand mit ner Kanne Dr. Pepper/Diet Coke etc. rum und schenkt dir nach, wenn du fertig bist.

2. Water Fountains
Das sind so ne Art bessere Waschbecken und die sind quasi ueberall. Und die Amerikaner rennen einfach daran vorbei und trinken da draus.

3. Straftaeter im Internet
Man kann Sexual Offenders, also sozusagen sexuelle Straftaeter in seinem Ort im Internet nachschauen. Exhibitionisten oder Kinderpornografiebesitzer sind fuer 10 Jahre gelistet, der Rest lebenslang.

4. Spontanitaet, aber Faulheit
Amerikaner sind wahnsinnig spontan. Es kann schon mal vorkommen, dass man sowas hoert wie "By the way, xxx flies in tomorrow."
Dafuer sind Amerikaner aber sehr faul, was Gehen betrifft. Wenn man 500 Meter vom Fitnessstudio wegwohnt, faehrt man da hin, um dort 4 Meilen auf dem Laufband zu rennen.

5. Fehlende Allgemeinbildung
Amerikaner kennen sich mit der Welt und manchmal auch mit ihrem eigenen Land nicht so gut aus. Die tollsten Statements waren u.a.
"You look sort of East European: Sicilian or something."
"I still haven't figured out why the UK people speak so weird even though they are also citizens of the United States."
"I heard, Obama flew to Germany or Australia, somewhere close to there."

6. "How are you?"
Auf die Frage, wie es einem geht, immer "Fine" antworten. Ist naemlich, wenn nicht grad ein naher Bekannter etc. fragt, nie ernst gemeint.

7. Taxes
Steuern muessen ausser beim Essen immer noch eingerechnet werden. In New Mexico fallen 7ct pro 1$ an. Eine Kette fuer 1$ kostet also 1.07$.


Nun ja, und sonst: Was euch vllt auch noch interessieren koennte, ist, wie Farmington zum Health Care Plan von Obama steht.
Als der verabschiedet wurde, hab ich am naechsten Tag sofort 10.000 Facebookgruppen wie "A million strong against Barack Obama's health care bill" etc. gesehen.
Farmington ist ja eher konservativ eingestellt und somit sind die total dagegen.
Das Problem der Amerikaner mit einer kompletten Krankenversicherung ist, dass die Reichen (davon leben viele in Farmington) nicht einsehen, Krankenversicherungssteuern fuer die Mittelschicht zu zahlen. Die Mittelschicht wiederum ist meist nur sporadisch versichert. Das heisst, Zahnspangen etc. werden von der Kasse nicht uebernommen.
Einer von Garretts Klassenkameraden hat Krebs. Die Eltern haben nun die Wahl: Entweder das Kind sterben lassen, oder einen 200.000$ Kredit fuer die Chemotherapie aufnehmen und sich fuer den Rest des Lebens zu verschulden, weil die Versicherung nicht ausreichend ist.
Eine komplette Krankenversicherung fuer jeden, wie Obama das will, wuerde heissen, dass so etwas die Kasse uebernimmt, aber dafuer muss halt jeder einzahlen. Die Reichen sehen nicht ein, fuer die Aermeren zu zahlen und die ganz Armen/viele Navajos bekommen eh MedicAid/MedicCare und sehen auch nicht ein, nun Versicherung zu zahlen. Und die Mittelschicht ist in Farmington nicht so stark vertreten, womit Obama eine relativ breite Opposition entgegensteht.

Am Ende noch: Leute, Studiengebuehren sind asozial, aber mittlerweile find ich es bedenklich, sich ueber die Deutschen Gebuehren aufzuregen.
Ratet mal, wie viel Amerikaner fuer ein Semester an einer normalen Durchschnittsuni (University of New Mexico, Colorado State) etc. PER SEMESTER hinblaettern:
2000? - Ne!
4000? - Ne!
6000? - Ne!

7500$ (an die 6000 Euro) duerfen Amerikaner pro Semester an die Uni zahlen und Buecher sind nicht im Preis inbegriffen.
Das haben mir heute ein paar Freunde, die sich gerade fuer Stipendien bewerben, erzaehlt.
Da erscheinen mir die deutschen Gebuehren laecherlich dagegen!

So long :)

Donnerstag, 18. März 2010

1974

Hallo ihr Lieben!

Nein, ich bin nicht ins Jahr 1974 zurückgereist, wie viele vielleicht annehmen nach dem Post-Titel^^. Der Post-Titel erklärt sich folgendermaßen: 19°C bei strahlendem Sonnenschein heute und 74 Tage, bis ich wieder auf deutschem Boden stehe.
Wow. Die Zeit vergeht.

Neues gibt es nicht so unglaublich viel.
Am Mittwoch, 17.03., war St. Patrick's Day. Ist ne irische Tradition, die sich aber im ganzen angelsächsischen Raum durchgesetzt hat. (und in sämtlichen Irish Pubs)
Regel ist ganz einfach: Du trägst grün oder du hast Probleme.
Ich hab leider kein einziges grünes Kleidungsstück im Schrank, außer Unterwäsche.
Haha, und als dann die Probleme (man wird gepiekst^^) etc. losgehen sollten, hab ich einfach gesagt, dass ich meine Hose ja gern ausziehen kann. :)
Hatte dann meine Ruhe :)
Aber relativ viele Leute waren grün angezogen, so ... 80% der Schule. Keine Ahnung.

Gestern habe ich Oatmeal Cookies gebacken. Oatmeal ist Haferbrei und in Amerika gibts so ganz bekannte Oatmeal Raisin Cookies (Hafer-Rosine). Die sind superlecker. Da wir keine Rosinen hatten, hab ich einfach welche nach eigenem Rezept mit Kokos und Honig gemacht.
Die sind aber auch gut angekommen. Ich hab so an die 30 Cookies gemacht und nach 3 Stunden waren nur noch 3 übrig. Die gehören mir! :)



Nun ja, so viel zu meinen Kochkünsten. Garrett sagt übrigens, dass ich in Deutschland ein Restaurant aufmachen soll (weil meine Spiegeleier und meine Beans-Nachos so lecker sind^^).

Ansonsten: SPRING BREAK!!! Nur noch morgen rumkriegen und dann eine Woche frei! Ich freu mich schon. Ich hab ein höllisches Feriendefizit!

Liebe Gruesse nach Europa :)

Lina

Sonntag, 14. März 2010

Mädelsonntag :)

Hallo Deutschland :)

ich bin gerade aus der Stadt zurückgekommen. Wobei Stadt hier in diesem Fall nicht so zutreffend ist, weil Farmington anders als Landshut, Regensburg etc. keine Innenstadt ist. Aber man trifft sich halt in der Mall.

Heute war ich mit Monique Eisessen & danach waren wir in der Mall und haben Promdresses anprobiert.
Aber von Anfang an:

Also der erste Zwischenstopp war Coldstone. Coldstone ist eine Eisdiele und die haben unter anderem Eiskreationen, die sich "Germanchökölätecäke" nennen. Soll soviel wie "German Chocolate Cake" heißen, aber anscheinend vertritt Amerika die Ansicht, dass Deutsche so viele Ä's, Ö's und Ü's wie möglich in ihre Wörter reinpacken.
Egal. Das Eis war lecker. (Direkt daneben ist übrigens ein Hotel @Mami & Jakob, ich überleg, ob ich euch da einbuche, ich schau später mal nach den Preisen^^)

Danach sind wir zu Target, einer Art besseren Walmart. Ich hab nen gehäkelten Jamaicabikini anprobiert. Da der aber sehr ordinär ausgeschaut hat, gibts keine Fotos. Aber von den tollen Osterdekos, die es bei Target gibt, hab ich welche gemacht (mit Monique):



Bunnies :)
Haha. Die gibts für $1, also wenn irgendwer für ne Mottoparty oder Ähnliches welche will, dann meldet euch doch einfach.

Danach sind wir in die Mall und ich hab ein paar Geschenke für Deutschland gefunden. Die Zeit wird knapp, da braucht jeder Mitbringsel :) ... aber ich hab schon fast alle zusammen.
Später haben wir dann Promdresses anprobiert.
Mich hats aufgebaut, dass ich aus meinem fast rausgefallen bin. Und außerdem sah ich wie ne Braut aus. (falls ich demnächst heiraten will, weiß ich, was ich kauf, $160 für mein Brautkleid sind nicht zu schlimm).
Es folgt ein Foto (ich hasse Spiegelfotos, aber nun ja, anders gings nicht^^):



Dreimal dürft ihr raten, ob ich's mitgenommen habe oder nicht. (kleiner Tipp am Rande: NEIN!)
Aber lustig wars trotzdem. Vor allem, als Monique und ich dann aus der Umkleidekabine rausgekommen sind und die Verkäuferin gleich mit "Adooooooorable" kreischend auf uns zugerannt ist. Ich mein, das erinnert mich schwer an damals, wo ich in Regensburg nach meinem Tanzkursabschlussballkleid gesucht hab und die Verkäuferin, nachdem ich dieses hässliche rote Tüll-Etwas anprobiert hab, weismachen wollte, dass ich zu Germany's next Topmodel gehen sollte.
Haha, Verkäuferinnen sind überall das Gleiche.

Ja, das wars dann eigentlich schon.
Ich hab noch ein paar Fotos von Sachen, die ich euch sonst noch so zeigen wollte:



Das ist der Subway nur ca. 400m von meiner Schule weg, wo ich ab und an mal zum Lunch hingehe.



Das ist 20th Street, Farmingtons Hauptstraße.



Und das ist ein Bild vom Hutchinson Stadium, unserem Schul-Footballstadium und da war gerade Natalies und Hannahs Track Meet. Track & Field ist Leichtathletik und Natalie und Hannah sind in ihrem Schulteam. Deren Schule sind die Leute mit den gelben Sweatshirts.
Sport wird ganz groß geschrieben und die Tribünen waren voll und die ganzen Familien kommen immer, besonders bei den Navajos.

Ja, ansonsten, nachdem gestern "so a scheener dog" war (ich zitiere Donikkl^^), hat es in der Nacht wieder geschneit, was mittlerweile aber auch wieder weggetaut ist. Farmingtons Wetter ist irgendwie schizophren^^ :)

Heute Abend haben Garrett und ich Jack gebadet, den kleinen Hund. Er war erst furchtbar aufgeregt, aber ich hab die ganzen Hotelshampoofläschchen vom Hotel in Las Vegas hergenommen (Anti-Stress Wellness Shampoo) und am Ende hat er sich sogar mit Conditioner eincremen lassen. Jetzt ist er wieder sauber! Mittlerweile bin ich voll der Hundeexperte! :)
Lily hat sich übrigens nicht baden lassen. Der einzige, der sie bändigen kann, ist Heath und der wäscht sie morgen.
Lily reagiert auf Duschen ca. so, wie ich auf Spinnen, Nadeln und Blut. :)
Haha, ja und ich hab ein besonders niedliches Foto von Jack und Garrett, wie sie einmal vorm Fernseher in exakt der gleichen Haltung eingeschlafen sind.



Take care :)

Freitag, 12. März 2010

Sentimentalitäten



Danke Sophie & Vroni! Ihr seid die Besten! :)

Freitag, 5. März 2010

Summertime ... and the life is easy!

Hallo meine Lieben,

auch wenn es nicht so viel gibt, melde ich mich jetzt mal wieder, um den Blog auf dem neuesten Stand zu halten.

Sommer ist es zwar noch nicht, aber ich mag Janis Joplin und außerdem ist in Farmington der Frühling eingekehrt. Es ist warm, heute hatte es 20°C über Mittag und ich bin mit kurzer Hose und T-Shirt vom Fitnessstudio heimgegangen. Und es war wirklich schön warm und die Sonne hat geschienen (??? richtig geschrieben ???) und ja.

Außerdem war ich heute mit Mrs Holman an der McKinley-Elementary School und hab für die Gifted Class (das ist ne Unterrichtsstuden für überdurchschnittlich begabte) eine PowerPoint Presentation über Deutschland gemacht. Die kann man sich hier anschauen.
Die Kinder waren alle total begeistert und ich hab ne Menge niedliche Fragen bekommen, die ich der Einfachkeit für euch mal alle ins Deutsche übersetze.

"Wieso sprichst du so lustig, wenn du Englisch sprichst?" -> Akzent
"Warst du schonmal in einem Zeppelin?"
"Was essen die Leute in Deutschland so? Essen die zu Mittag 'Gelato'?"
"Ist deine Schule eine Privatschule?" - Bild vom Carossa
"Ist es in Deutschland das ganze Jahr über warm?"
"Kannst du immer noch Deutsch sprechen?"

Naja, aber gewusst, dass Hitler tot ist, haben sie alle.

War nett :)

Und ja... nur noch 12 Wochen, und dann sehe ich euch alle wieder!

Liebesgrüße aus Farmington^^

Lina